carinebuhmann.ch

Hier finden Sie kurze Antworten auf häufig gestellte Fragen, die laufend ergänzt werden. Mit der Suchfunktion können Sie auch direkt Stichworte eingeben und nützliche Informationen und Tipps zu gewünschten Themen erhalten. Schauen Sie mal rein...

  • 1. Kann man den Alterungsprozess mit Ernährung positiv beeinflussen?

    Nein, es gibt weder spezielle Lebensmittel noch einzelne Nährstoffe gegen das Älterwerden. Um den biologischen Alterungsprozess positiv zu beeinflussen, braucht es vor allem eine gesunde Lebensführung mit ausgewogener Ernährung, regelmässig körperlicher Fitness sowie geistiger Aktivität und psychische Ausgeglichenheit. Man weiss allerdings, dass viel Gemüse und Obst das natürliche Aussehen und die Schönheit unterstützen, weil Vitamine und Mineralstoffe für strahlenden Teint, straffe Haut und glänzende Haare sorgen. Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe stärken das Immunsystem und schützen die Körperzellen vor schädlichen Radikalen. So verzögern sie den biologischen Alterungsprozess. Dazu zählen die Vitamine A, E, C, Betacarotin und die Spurenelemente Zink und Selen. Neben genetischer Disposition spielen also verschiedene Faktoren beim Älterwerden eine Rolle.

  • 2. Sind Energy Shots für Jugendliche bedenklich?

    Ja, sie enthalten bis viermal mehr anregende Stoffe wie Koffein und Taurin als die herkömmlichen Energy Drinks. Laut Hersteller sollen Energy Shots die Konzentration, Leistungsfähigkeit und sportliche Fitness verbessern. Allerdings fehlt bis heute der wissenschaftliche Beweis dafür. Zwar muss auf dem Getränk der Warnhinweis stehen, nicht mehr als einen bis maximal zwei Energy Shot pro Tag zu trinken. Fachleute befürchten aber, dass gerade junge Leute deutlich mehr davon konsumieren, um abends im Ausgang länger wach und fit zu bleiben. In Kombination mit Alkohol und körperlicher Anstrengung verstärken einige Inhaltsstoffe im Getränk die Wirkung des Koffeins. Deshalb warnen Fachleute vor gesundheitlichen Risiken und raten dringend vom Mischen mit Alkohol ab.

  • 3. Gibt es Ernährungstipps gegen Stress?

    In Stresssituationen benötigt der Körper mehr Vitalstoffe. Wichtig sind insbesondere komplexe Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln, Vollreis, Vollkornprodukten. Diese lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen, so dass die Leistungskurve länger konstant bleibt und keine Müdigkeit aufkommt. Auch Vitamine sind zur Stressbewältigung wichtig. So können Vitamin C reiche Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Peperoni in akuten Stressmomenten ausgleichend wirken und allgemein die Abwehrkräfte stärken. Das in Vollkorngetreide, Nüssen, Hülsenfrüchten enthaltene Vitamin B2 hemmt die Aktivität der Stresshormone. Zur Nervenstärkung hilft auch Vitamin B12 aus Milchprodukten, Eiern, Fisch und Fleisch. Die Mineralstoffe Magnesium, Kalzium und Kalium, welche für die Reizweiterleitung in Nervenzellen und zur Stressminderung nötig sind, finden sich in Bananen, Milchprodukten und einigen Gemüsesorten. Wer viel Stress hat, sollte sich deshalb umso mehr ausgewogen, fettarm und vitalstoffreich ernähren.

  • 4. „Bier auf Wein, das lasse sein!“ Stimmt dieser Volksmund?

    Nein, die Reihenfolge der Getränke ist bedeutungslos. Vielmehr kommt es darauf an, wie viel Alkohol man trinkt. Die Menge ist deshalb entscheidend. Aber auch ein Mix vieler verschiedener alkoholischer Getränke verursacht Kopfweh und übersäuerten Magen. Erfahrungsgemäss trinkt man nämlich mehr, wenn man die Getränke häufig wechselt. Ein neuer Geschmack verleitet, eine grössere Menge zu trinken, als wenn man bei einem einzigen Getränk bleibt. Insbesondere süsse Liköre, Cocktails und alkoholische Getränke mit Kohlensäure sollte man nicht wild durcheinander trinken. Bei empfindlichen Menschen können aber die in Wein enthaltenen Histamine zu Unwohlsein führen. Diese natürlichen Stoffe kommen in fassgelagerten Rotweinen vor und konzentriert in fermentierten Lebensmitteln wie reife Käsesorten. Bei einer vernünftigen Menge an Wein und Bier bei einem Essen über einige Stunden verteilt, sind jedoch keine unangenehmen Nebenwirkungen zu erwarten.

  • 5. Ist Hanföl als Speiseöl wirklich unbedenklich?

    Ja, Hanföl ist unbedenklich und wirkt nicht berauschend, denn es enthält kein Tetrahydrocannabinol – kurz THC genannt. THC ist ein psychoaktiver Stoff, der in Hanfpflanzen (Cannabis sativa) vorkommt. Allerdings gewinnt man das Öl durch schonende Kaltpressung aus speziell gezüchteten Hanfsamen, die im Gegensatz zum Harz, Blätter und Blüten der Cannabispflanze kein THC enthalten. Hanföl besteht zu 80 Prozent aus sehr wertvollen Linol- und Linolensäure. Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung und wirken im Körper entzündungshemmend. Zudem besitzt Hanföl einen hohen Anteil an Phytosterinen. Das sind Pflanzenstoffe, die nachweislich den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen. Das leicht bitter schmeckende Hanföl sollte man nur in der kalten Küche verwenden, z.B. für Salate, zum Braten ist es wegen der hitzeempfindlichen Fettsäuren nicht geeignet. Deshalb das Öl am besten im Kühlschrank aufbewahren und innert neun Monaten verbrauchen.

  • 6. Ist Bauchfett schädlicher als Hüftspeck?

    Ja, viel Bauchfett erhöht das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Fett im Bauchraum ist sehr stoffwechselaktiv und produziert unter anderem die Botenstoffe Zytokine, die Entzündungsprozesse fördern und vermutlich die Blutgefässe schädigen. Zytokine machen die Leber- und Muskelzellen gegenüber Insulin unempfindlich und schädigen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Zu hohe Zucker-, Fett- und Blutdruckwerte in Kombination mit Übergewicht führen zum so genannten „Metabolischen Syndrom“. Fachleute sprechen auch vom tödlichen Quartett. Warum ausgerechnet das Bauchfett solche Entzündungsstoffe bildet, ist noch unklar. Grundsätzlich sollte man Übergewicht vermeiden bzw. reduzieren. Fettpolster am Bauch stellen allerdings ein grösseres Gesundheitsrisiko dar als an den Hüften. Der „Apfeltyp“ ist deshalb gefährlicher als der „Birnentyp“, bei dem sich das Körperfett am Po und an den Oberschenkeln konzentriert. 

  • 7. Ist Ketchup besser als sein Ruf?

    Ja, aber nur bedingt. Ketchup enthält reichlich Lycopin. Dies ist ein roter Pflanzenfarbstoff, der hauptsächlich in Tomaten vorkommt. Er schützt die Zellen und wirkt so als natürlicher Antioxidans. Lycopin beugt vorzeitiger Alterung vor und verringert das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen. Beim Erhitzen löst sich Lycopin aus den Zellwänden, deshalb enthalten Ketchup, konzentriertes Tomatenmark und gekochte Tomantensauce sehr viel mehr Lycopin als rohe Tomaten. In Kombination mit Fett, z.B. Tomatensauce mit wenig Olivenöl, kann der Körper den Stoff sogar noch besser aufnehmen. Allerdings enthält Ketchup sehr viel Zucker, der die Zähne schädigt und Übergewicht fördert. Dies vor allem dann, wenn man Ketchup mit fettreichen Speisen wie Pommes Frites, Hamburger oder Würsten zu sich nimmt. 

  • 8. Ist Pferdefleisch gesünder als Rindfleisch?

    Ja, Pferdefleisch zählt zu den gesunden Fleischarten. Der Eiweissgehalt ist ähnlich hoch wie in Rindfleisch. Pferdefleisch enthält aber viel weniger Fett und Cholesterin. Der geringe Fettanteil zeichnet sich durch besonders viele wertvolle ungesättigte Fettsäuren aus. Erwähnenswert ist der hohe Gehalt an Eisen. Pferdefleisch enthält mehr als doppelt so viel Eisen wie Rindfleisch, aber auch Kalzium und Vitamin B6 sind reichlich vorhanden. Der leicht süssliche Fleischgeschmack kommt vom Glykogen. Das ist tierische Stärke, die sich in grossen Mengen in den Muskeln befindet. Dies schmeckt man aber nur, wenn das Fleisch ungewürzt und natur gebraten wird. Ist es gewürzt, mariniert oder an einer Sauce zubereitet, lässt sich dieser Geschmacksunterschied kaum mehr feststellen. Trotz allfälliger ethischer Vorbehalte bietet Pferdefleisch gesundheitliche Vorteile gegenüber anderen Fleischsorten. Allerdings sollte man darauf achten, dass es aus artgerechter Tierhaltung von Schweizer Pferden stammt. 

  • 9. Was tun, wenn Kinder kein Gemüse essen wollen?

    Gemüse ist für Wachstum, Entwicklung und Gesundheit von Kindern unerlässlich. Vorbildfunktion der Eltern, geregelter Mahlzeitenrhythmus, entspannte Situation am Esstisch sind genauso wichtig wie ein farbenfrohes, abwechslungsreiches Angebot an Gemüsesorten. Erfahrungsgemäss essen Kinder nur selten gar kein Gemüse, sondern lehnen nur einzelne Sorten ab. Wechseln Sie häufig die Zubereitungsart: Bunte Gemüsestängelchen mit einem Kräuterquarkdip, Gemüsegratins oder –aufläufe sind beliebter als nur gedämpftes Gemüse oder Salat. Gemüse lässt sich auch in Rezepten einschmuggeln, z.B. Kartoffel-Rüebli-Stock, püriertes Gemüse in Saucen oder Suppen, kleine Gemüsewürfelchen im Teigwarenauflauf. Bieten Sie zwischendurch Gemüsespiesschen zum Knabbern an. Eltern sollten nicht zu schnell aufgeben, sondern immer wieder Gemüse in allen Variationen – ob gekocht oder roh – anbieten. Je älter Kinder werden, desto eher sind sie bereit, Neues auszuprobieren.

  • 10. Smoothie trinken statt Früchte essen?

    Ja, sofern die Smoothies aus ganzen pürierten Früchten bestehen. Der Begriff „smooth“ heisst übersetzt sämig, fein, geschmeidig. Das Lebensmittelrecht definiert jedoch nicht, was alles in einem Smoothie drin sein darf. In der Regel handelt es sich dabei um eine pürierte Masse aus Fruchtmark oder Fruchtpüree gemischt mit Säften. Lesen Sie jeweils die Zutatenliste, denn je nach Produkt können Smoothies mehr oder weniger stark mit normalen Fruchtsäften verdünnt sein. Smoothies sollten keine Zusätze wie Aromen oder Zucker in irgendeiner Form enthalten. Indem man alle essbaren Teile der Früchte püriert, bleiben sämtliche wertvollen Nährstoffe sowie Ballaststoffe erhalten. Für eine gesunde Ernährung sind täglich fünf Portionen Obst und Gemüse empfehlenswert. Ein Smoothie kann gelegentlich eine Portion Obst ersetzen. Noch gesünder ist es, wenn man Smoothies aus ganzen pürierten Früchten selber frisch zubereitet. 

  • 11. Nimmt man an Gewicht zu, wenn man zu wenig schläft?

    Ja, bei regelmässigem Schlafmangel kann die natürliche Appetitregulation aus dem Gleichgewicht geraten. Verantwortlich dafür ist das Hormon Leptin, welches der Körper im Schlaf produziert. Dieses reguliert den Stoffwechsel, den Energieverbrauch und auch den Appetit. Schläft man zu wenig, hat der Körper entsprechend weniger Leptin zur Verfügung. Am nächsten Tag ist das Hungergefühl umso grösser und man isst mehr. Laut einer amerikanischen Studie nahmen Testpersonen mit wenig Schlaf trotzdem an Gewicht zu, obwohl sie tagsüber insgesamt weniger Kalorien aufgenommen hatten als ihre Vergleichspersonen, die viel geschlafen hatten. Ein Schlafmangel wirkt sich auch negativ auf das natürliche Bewegungsbedürfnis aus. Ist man müde, nimmt auch die Lust auf sportliche Aktivität ab. In der Folge verbraucht der Körper weniger Kalorien und riskiert, die überschüssige Energie in Fettpolstern anzulegen.

  • 12. Verdampft der Alkohol im Wein beim Kochen?

    Nein, der Alkohol verdampft beim Kochen nicht vollständig. Abhängig von Gericht und Zubereitungsart können bis zu 85 Prozent des zugesetzten Alkohols noch enthalten sein. Während ein geschmorter Rotweinbraten weniger Alkohol nach dem Kochen enthält, weist ein mit Cognac flambiertes Dessert noch sehr viel Restalkohol auf. Wie hoch der Restalkoholgehalt ist, hängt auch von der Dauer des Erhitzungsprozesses ab. Nach 30 Minuten Kochzeit bleibt immer noch rund ein Drittel der ursprünglichen Alkoholmenge zurück. Sogar eine Mahlzeit, die im Ofen oder auf dem Herd zweieinhalb Stunden vor sich hin köchelt, enthält noch fünf Prozent Restalkohol. Medizinisch gesehen sind geringe Mengen Rotwein, z.B. in Saucen, für gesunde Erwachsene unproblematisch. Kindern jedoch sollte man keine mit Alkohol versetzten Speisen anbieten.

  • 13. Ist weisser Tee genauso gesund wie Grüntee?

    Ja, auch weisser Tee ist reich an gesundheitsfördernden Polyphenolen. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken wie andere Antioxidantien entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Sie vermindern Fettablagerungen in den Blutgefässen und beugen so Arteriosklerose vor. Polyphenole sollen das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt senken. Weisstee besitzt mehr Teein bzw. Coffein als Grüntee, aber im Vergleich zu Kaffee immer noch sehr wenig. Das in Weiss- und Grüntee enthaltene Theanin wirkt beruhigend. Der Name weisser Tee kommt daher, weil die jungen Triebe des Teestrauchs noch von einem hellen, weissen Flaum überzogen sind. Der Teeaufguss ist deshalb extrem hell und mild. Die Zubereitung ist gleich wie bei Grüntee. Ob weisser oder grüner Tee, es ist vor allem eine Geschmackssache. Weisstee schmeckt etwas süsslicher als Grüntee. 

  • 14. Darf man Spinat wieder aufwärmen?

    Besser nicht, denn Spinat gehört zu den nitratreichen Gemüsesorten. Bewahrt man gekochten Spinat auf, wandeln Bakterien das Nitrat in das giftige Nitrit um. Wärme beschleunigt die unerwünschten Vorgänge, während Kälte diesen Prozess verlangsamt. Deshalb sollte man gekochte Spinatresten rasch in den Kühlschrank stellen und nicht bei Zimmertemperatur längere Zeit stehen lassen oder lange warm halten. Für Erwachsene sind kleine Portionen aufgewärmter Spinat nicht gesundheitsschädlich, Kinder sollten aber darauf verzichten. Am besten nur so viel kochen, dass keine Resten übrig bleiben. 

  • 15. Sind eiskalte Getränke ungesund?

    Beim Trinken von eiskalten Flüssigkeiten, sinkt die Temperatur des Mageninhalts schnell ab. Für den Weitertransport in den Dünndarm muss aber der Mageninhalt eine bestimmte Temperatur, möglichst Körpertemperatur, aufweisen. Durch das schnelle Abkühlen ziehen sich die Zellen der Magenschleimhaut zusammen, so dass der Körper die Flüssigkeit nur verzögert aufnehmen kann. Insbesondere Sportler, die durch Schwitzen zusätzlich viel Flüssigkeit verlieren, sollten nach ihrer Aktivität keine eiskalten Getränke zu sich nehmen, denn ihr Körper muss das Flüssigkeitsdefizit sofort ausgleichen. Ausserdem bewirken eiskalte Getränke ein scheinbares Völlegefühl und täuschen so über das tatsächliche Durstbedürfnis hinweg. Wer oft unter saurem Aufstossen oder Sodbrennen leidet, sollte eiskalte Getränke ebenfalls meiden. Denn sie schwächen den Verschlussmuskel des Magens, der den Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre verhindert. Bei empfindlichen Personen können Kältereize durch eiskalte Getränke Kopfweh oder Migräneanfälle auslösen. Wenn schon kalte Getränke, dann nicht unbedingt eiskalt und nicht zu hastig bzw. zu schnell trinken.

  • 16. Ist Rhabarber ein Kalziumräuber?

    Ja, Rhabarber enthält in relativ hoher Konzentration Oxalsäure. Diese verbindet sich im Körper mit Kalzium und bildet unlösliche Salze, so genannte Kalziumoxalate. In der Folge kann der Körper das Kalzium nicht mehr aufnehmen. In grossen Mengen können diese Oxalate Harnsteine bilden. Junger Rhabarber zu Saisonbeginn ist jedoch weniger oxalsäurereich als ältere, reife Stängel gegen Ende der Erntezeit. Deshalb sollte man Rhabarber möglichst früh von Anfang April bis etwa Mitte Juni geniessen. Da sich in der Haut am meisten Oxalsäure befindet, schält man vorzugsweise die dicken grünfleischigen Stängel. Der Gehalt an Oxalsäure lässt sich zwar durch Blanchieren und Weggiessen des Kochwassers reduzieren, doch gleichzeitig gehen auch wasserlösliche Vitamine und Mineralstoffe verloren. Personen mit erhöhtem Kalziumbedarf, vor allem Schwangere, Stillende, Säuglinge und Kleinkinder sowie Personen, die zu Harnsteinen neigen, sollten nur gelegentlich Rhabarber essen. Es empfiehlt sich, Rhabarber mit kalziumreichen Milchprodukten zu kombinieren, z.B. ein Rhabarberkompott mit Quark oder Joghurt.

  • 17. Wie kann man die Abwehrkräfte mit Ernährung stärken?

    Am besten täglich viel frisches Gemüse und Obst essen. Denn es enthält neben zahlreichen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen auch wichtige Antioxidantien, welche die Körperzellen schützen und so das Immunsystem stärken. Lebensmittel bevorzugen mit hohem Gehalt an Vitamin C, E, A, Zink oder Selen, wie z.B. Zitrusfrüchte, Brokkoli, Kohl, Nüsse, Haferflocken, Hülsenfrüchte. Ebenso stärken Carotinoide in orangen und roten Gemüsesorten wie Karotten die Abwehrkräfte auf unterschiedliche Weise. Zur Abwechslung einen Smoothie aus pürierten ganzen Früchten und Gemüse trinken. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig. Wasser ist nicht nur der beste Durstlöscher, sondern spült Stoffwechselprodukte und Gifte aus dem Körper. Sauermilch- und Bifido-Milchprodukte unterstützen eine günstige Darmflora und verdrängen krankmachende Keime. Denn 70 Prozent unserer Immunzellen befinden sich im Darm. Neben einer gesunden und vollwertigen Ernährung stärken genügend Schlaf, tägliche Spaziergänge an der frischen Luft und auch Saunagänge unser Immunsystem auf natürliche Weise.

  • 18. Ernährungstipps gegen Migräne?

    Eine eigentliche Anti-Migräne-Diät gibt es nicht, denn die Ursachen sind ganz unterschiedlich. Neben psychischem Stress, Hormonhaushalt, umweltbedingten Einflüssen und genetischer Veranlagung kann die Ernährung oder einzelne Nahrungsbestandteile eine Rolle spielen. Studien zeigen z.B., dass bei 20% der Migränepatienten eine Lebensmittelunverträglichkeit vorliegt. Als häufiger Auslöser gilt Histamin, das insbesondere in Rotwein, Wurstwaren, reifem Käse, aber auch in Tomaten oder Schokolade vorkommt. Ebenso wird Glutamat im Essen als Auslöser diskutiert. Ein Magnesiummangel zählt ebenfalls zu den möglichen Reizfaktoren. Deshalb empfehlen Fachleute, zusätzlich Magnesium einzunehmen. Um allfällige Nahrungsmittelauslöser herauszufinden, sollte man deshalb ein detailliertes Migräne-Tagebuch führen. Erst wenn konkrete Auslöser gefunden sind, lassen sie sich gezielt in der Ernährung reduzieren oder ganz weglassen. Auch wichtig: ausreichend Wasser trinken, auf regelmässigen Schlafrhythmus achten und wo immer möglich Stress vermeiden.

  • 19. Was soll man zu Käsefondue trinken - Schwarztee oder Weisswein?

    Es gibt keine Empfehlung, was man zu Käsefondue trinken soll. Meist wird Weisswein zum Fondue serviert. Wer Alkohol nicht gut verträgt, weicht auf Wasser oder Tee aus. Ob Schwarz- oder Kräutertee ist Geschmackssache. Warme Getränke sind für den Körper besser bekömmlich als eiskalte. Da Käse salzreich ist und am nächsten Tag häufig ein grösseres Durstgefühl verursacht, sollte man genügend Wasser oder Tee trinken. Ob mit oder ohne Kohlensäure spielt dabei keine Rolle. Käse enthält aber auch viel Fett. Alkohol bremst jedoch die Fettverbrennung. Wer also auf seine Gewicht achten muss, isst nur gelegentlich ein Käsefondue und geniesst dazu massvoll ein kleines Gläschen Weisswein.

  • 20. Was ist Fleur de Sel und ist es besser als herkömmliches Salz?

    Nein, ob Meer- oder Steinsalz, die verschiedenen Salzsorten bestehen zum grössten Teil, nämlich zu 95 bis 98 Prozent aus Natriumchlorid. Die restlichen Mineralstoffe unterscheiden sich nur minimal. Gesundheitlich hat man keinen Mehrnutzen. Das bei uns erhältliche Fleur de Sel stammt vorwiegend aus der Bretagne oder Camargue, wo es als hauchdünne Schicht an heissen Tagen von der Meeresoberfläche in aufwändiger Handarbeit abgeschöpft wird und so unbehandelt in den Handel kommt. Der Preis ist entsprechend hoch. Im Gegensatz zu Steinsalz enthält naturbelassenes Fleur de Sel Kalzium- und Magnesiumsulfatanteile, was sich geschmacklich bemerkbar macht. Es verfeinert die Speisen, ohne sie zu versalzen. So erhalten Fisch oder Gemüse eine angenehm würzige Note. Fleur de Sel ist auch mit Zusätzen wie Vanille, Hibiskusblüten, Ingwer u.a. erhältlich. Zum Kochen im Teigwarenwasser ist es aber viel zu schade. Grundsätzlich sollte man Salz immer sehr sparsam einsetzen.

  • 21. Was trinken und essen bei Darmgrippe?

    Um Darmviren schnell los zu werden, sollte man die ersten zwei bis drei Tage möglichst nichts essen, dafür aber viel trinken. Geeignet sind Tee, Mineralwasser und leichte Gemüsebouillon, am besten verteilt über den ganzen Tag. Wenn der Flüssigkeitsverlust gross ist, fördert ein leicht gezuckerter Tee die Flüssigkeitsaufnahme im Darm. Zum Aufbauen empfehlen sich pürierte Karotten oder Karottensuppe, Haferflocken- und Reisschleimsuppe, Zwieback und fettarmes Salzgebäck (Salzstängeli). Auf Kaffee, fettreiche, blähende oder stark gewürzte Speisen sollte man verzichten. Auch Zitrusfrüchte, Rohkost und Süssigkeiten sollte man so lange weglassen, bis der Darm wieder vollständig gesund ist. Viel Bettruhe ist angesagt, damit sich der geschwächte Körper erholen kann. In der Regel dauert eine Magen-Darmgrippe ein bis fünf Tage. Genauso heftig wie sie anfängt, ist sie auch wieder verschwunden. Halten die Beschwerden jedoch länger an oder kommen Erbrechen, Fieber dazu, ist ein Arztbesuch ratsam. Insbesondere Kleinkinder gehören in ärztliche Behandlung, denn sie verlieren bei Durchfällen sehr schnell viel Flüssigkeit.

  • 22. Sind Schneidebretter aus Holz unhygienisch?

    Nein, sofern man die Holzbretter sofort nach Gebrauch gründlich mit heissem Wasser und etwas Spülmittel reinigt und danach gut trocknen lässt. Holzbrettchen sollte man nicht im Wasser liegen lassen, denn Holz beginnt im Wasser zu quellen und Verschmutzungen und Keime werden darin eingeschlossen. Rüstbrettchen aus Kunststoff sind grundsätzlich weniger empfindlich. Doch auch deren Oberfläche kann mit der Zeit stark abgenutzt und zerkratzt werden, so dass sich unerwünschte Keime bilden können. Ob Holz oder Kunststoff - am besten ersetzt man regelmässig alte Küchenbrettchen, die tiefe Rillen oder Einschnitte aufweisen. Im Gegensatz zur Gastronomie sind im Privathaushalt unterschiedliche Brettchen für verschiedene Lebensmittel wie Frischfleisch, Gemüse oder Fisch nicht nötig. Trotzdem empfiehlt es sich, beim Schneiden von Pouletfleisch, das verwendete Küchenbrettchen besonders gut zu reinigen, um eine allfällige Ansteckung mit Krankheitserregern wie Campylobacter zu vermeiden.

  • 23. Besser einschlafen mit einem Glas warmer Milch?

    Ja, Milch enthält unter anderem den Wirkstoff Tryptophan. Daraus stellt der Körper den Botenstoff Serotonin und das Hormon Melatonin her. Beide sind massgeblich an der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt. Bei einem Mangel an Serotonin kann es zu Einschlafstörungen und verkürzten Tiefschlafphasen kommen. Während das in der Milch enthaltene Vitamin B6 für die Serotoninbildung eine wichtige Rolle spielt, erhöht der Milchzucker die Konzentration von Serotonin im Gehirn. Beruhigend und Schlaf fördernd wirkt zudem die Beigabe von etwas Honig. Wer ein Glas warme Milch vor dem Schlafengehen trinkt, regt die Verdauungstätigkeit an, wodurch eine gewisse Schläfrigkeit entsteht. Die Milch sollte Körpertemperatur haben, um den Magen nicht unnötig abzukühlen. 

  • 24. Darf man grüne Tomaten essen?

    Ja, aber nicht zuviel davon. Unreife, grüne Tomaten enthalten Solanin, einen natürlichen, giftig wirkenden Inhaltsstoff. Zuviel Solanin kann Überkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen. Der Solaningehalt hängt stark vom Entwicklungs- und Reifezustand der Frucht ab. Mit zunehmender Fruchtentwicklung verringert sich die Solaninmenge. In grünen Tomaten findet sich Solanin in höherer konzentrierter Menge. In grün-gelben Tomaten ist der Solaningehalt kaum mehr messbar, in roten Tomaten ist kein Solanin oder nur in sehr geringen Mengen vorhanden. Je nach Zubereitung und Verwendung lässt sich der Solaningehalt reduzieren. So kann man beispielsweise Konfitüren aus grünen Tomaten oder milchsauer eingelegte Tomaten in üblicher Portionsmenge ohne Bedenken essen. 

  • 25. Sind Bittermandeln giftig?

    Ja, Bittermandeln enthalten Blausäure, die in grösseren Mengen zu Vergiftungen führt. Würde man unabsichtlich eine Bittermandel erwischen, dann merkt man das aber sofort am sehr bitteren und unangenehmen Geschmack. Eine ernsthafte Gefährdung ist eher unwahrscheinlich. Für eine tödliche Vergiftung mit Blausäure müsste man nämlich 50 bis 60 rohe Bittermandeln essen. Für Kinder wäre eine kleinere Menge bereits gesundheitsgefährlich, aber auch sie würden aufgrund des intensiven Bittergeschmacks die Bittermandel sofort ausspuken. Mandelbäume tragen vereinzelt Bittermandeln, die sich äusserlich kaum von den süssen, geniessbaren Mandeln unterscheiden. Nach Schweizer Lebensmittelverordnung ist ein natürlicher Anteil von zwei Prozent Bittermandeln zulässig.

  • 26. Was unterscheidet Coca Cola Zero von Coca Cola light?

    Eigentlich nichts. Auch Coca Cola Zero ist mit künstlichen Süssstoffen gesüsst und weist gleich viele Kalorien auf wie Coca Cola light. Die Zusammensetzung von Coca Cola Zero und der Light Variante ist praktisch identisch. Die beiden kalorienarmen Cola Getränke unterscheiden sich lediglich darin, dass Cola Zero Natriumcitrat (E 331) enthält und Cola Light Zitronensäure (E 330). Diese Stoffe sind für den Geschmack verantwortlich und chemisch sehr ähnlich. Natriumcitrat ist nichts anderes als Natriumsalz der Zitronensäure. Da vor allem Frauen Cola light getrunken haben, wollte der Getränkehersteller mit Coca Cola Zero kalorienbewusste Männer auf den Geschmack bringen. 

  • 27. Zählt Straussenfleisch zu Geflügel und wie ist es zu beurteilen?

    Ja, der Straussenvogel gilt als Geflügel, auch wenn sein Fleisch rot ist. Man unterscheidet beim Geflügel zwischen hellem Fleisch (Poulet, Truthahn) und dunklem Fleisch (Ente, Gans, Strauss). Die intensiv rote Farbe in Straussenfleisch kommt vom Eisengehalt, der ähnlich hoch ist wie in Rindfleisch. Straussenfleisch besitzt aber wie Poulet sehr wenig Fett. Positiv zu erwähnen sind die wertvollen ungesättigten Fettsäuren. Insofern zählt Straussenfleisch zu den gesünderen Fleischsorten, denn es ist gleichzeitig eine gute Quelle für Eiweiss. Geschmacklich ist Straussenfleisch weniger intensiv wie Rind. Aufgrund des geringen Fettgehaltes sollte man Straussenfleisch nur sehr kurz braten, sonst wird es schnell trocken.

  • 28. Kann man mit „Dinner Cancelling“ abnehmen?

    Ja, denn der Körper baut in längeren Ruhezeiten mehr Fett ab. Allerdings sollte man den abendlichen Nahrungsverzicht während des Tages nicht mit grösseren, kalorienreicheren Portionen kompensieren. Die Gewichtsabnahme hängt auch vom individuellen Energiebedarf und Essrhythmus ab. Wer körperlich hart arbeitet oder am Mittag wenig isst, kann nicht einfach aufs Abendessen verzichten. Denn mit Hungergefühlen schläft man schlecht ein. In diesem Fall sehr früh am Abend möglichst leichte, eiweisshaltige Mahlzeiten essen und mit Salat ergänzen. Vorzugsweise auf Teigwaren- und Kartoffelgerichte verzichten, weil kohlenhydrathaltige Speisen den Blutzucker ankurbeln und in der Folge auch die Fettbildung. Sollten Hungergefühle auftauchen, hilft viel Wasser und Tee oder auch ein Glas warme, fettarme Milch, um den Magen zu füllen. Wer also zwei- bis dreimal pro Woche aufs Abendessen verzichtet, kann Gewicht verlieren. Effizienter geht das natürlich, wenn man regelmässiger und intensiver Sport treibt.

  • 29. Sind tiefgekühlte Früchte mit Gefrierbrand noch geniessbar?

    Vermutlich nicht, deshalb die Früchte besser wegwerfen. Gefrierbrand entsteht durch grosse Temperaturschwankungen und undichte Verpackungen. Wenn zu viel Luft an das Gefriergut gelangt, trocknen die Randschichten an der Oberfläche aus und verfärben sich weiss oder rot-bräunlich. Diese Stellen nehmen beim Auftauen und Zubereiten kaum Wasser auf und bleiben zäh und trocken. Gefrierbrand tritt vor allem bei stark wasserhaltigen Lebensmitteln auf, wobei auch Fleisch und Fisch davon betroffen sein können. Aus mikrobiologischer Sicht sind solche Lebensmittel zwar nicht verdorben, aber aus geschmacklichen Gründen praktisch ungeniessbar. Immer Tiefkühlbehälter oder –beutel verwenden, welche luftdicht schliessen und mit dem Lebensmittel möglichst wenig Vakuum bilden. Gekaufte Tiefkühlprodukte sollte man gekühlt transportieren und zuhause rasch in den Tiefkühler versorgen, damit die Kühlkette nicht allzu lange unterbrochen wird. 

  • 30. Was genau ist Grahambrot?

    Die Bezeichnung „Graham“ stammt vom amerikanischen Arzt Sylvester Graham. Er entwickelte im Jahr 1829 ein Kastenbrot aus ungesiebtem, fein geschrotetem Vollkornweizen, das ohne Hefe nach einer spontanen Gärung gebacken wurde. Wer heute Grahammehl kauft, bekommt ein grobes Vollkornmehl. Spezialbrote, wie z.B. Grahambrot, müssen gemäss Lebensmittelverordnung als solche gekennzeichnet sein. Ernährungsphysiologisch ist ein Grahambrot ein gesundes, vollwertiges Brot und einem Weissbrot vorzuziehen.

  • 31. Vegetarische Ideen zum Grillieren?

    Es braucht weder Fleisch noch Wurst fürs Barbecue. Viele mediterrane Gemüsesorten wie Cherry Tomaten, Peperonistücke, Auberginen, Champignons und Zucchinischeiben eignen sich roh für den Grillspiess. Dazu passt eine Kräutermarinade, die man aber erst kurz vor Ende der Grillzeit mit einem Pinsel aufs Gemüse streicht. Gemüse mit längeren Garzeiten wie Karotten oder Kohlrabi dämpft man zuerst kurz vor. Es empfiehlt sich, das Gemüse in Folie einzupacken, denn darin gart es vitaminschonend und trocknet nicht aus. Dazu die glänzende Folienseite mit etwas Olivenöl bespinseln und Gemüsezwiebeln, Fenchelstücke oder Gemüsemaiskolben damit einwickeln. Sehr beliebt sind Kartoffeln in der Alufolie, serviert mit Sauerrahm. Ebenso eignen sich Früchte für süsse Grillfreuden. Ganze Bananen legt man ungeschält auf den Rost. Sie sind gar, wenn die Schale schwarz ist. Auch süss gewürzte marinierte Apfel-, Birnen-, Aprikosen- und Pfirsichstücke lassen sich aufspiessen und in einer Aluschale über der Glut grillieren.

  • 32. Kokoswasser - ein kalorienarmer Durstlöscher?

    Ja, Kokoswasser besteht hauptsächlich aus Wasser und hat deshalb wenig Kalorien. Es enthält wenige Kohlenhydrate, kaum Eiweiss und Fett, dafür reichlich Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor. Hersteller preisen Kokoswasser als Sportgetränk an. Aufgrund des sehr hohen Mineralstoffgehalts ist es aber für Sportler weniger geeignet. Zuviel Kalium und Magnesium können zu Durchfall oder Herzprobleme führen. Sportler trinken besser Wasser oder Apfelschorle. Als erfrischendes Getränk kann man Kokoswasser sicher empfehlen, obwohl auch ein gutes Mineralwasser sich als Durstlöscher eignet und erst noch preisgünstiger ist. Die klare, leicht süssliche Flüssigkeit ist nicht zu verwechseln mit Kokosmilch, die aus dem Fruchtfleisch der reifen Kokosnuss gewonnen wird.

  • 33. Gibt es für Vegetarier eine Alternative zu Gelatine?

    Ja, Agar-Agar ist ein pflanzliches Bindemittel, das man aus Meeresalgen gewinnt. Die Verwendungsmöglichkeiten sind ähnlich wie bei Gelatine. Quarktorten, Panna Cotta, Mousse, Gelées, Konfitüren oder auch Terrinen lassen sich mit Agar-Agar binden und gelieren. Für ein sicheres Gelingen braucht es etwas Erfahrung. Denn je nach Herstellerprodukt ist die Bindefähigkeit unterschiedlich. Am besten hält man sich bei der ersten Gelierprobe ganz genau an die Angabe auf der Verpackung des verwendeten Produktes. Die Kochzeit sollte mindestens 2 Minuten dauern. Wichtig: Fett und Säuren können die Bindefähigkeit von Agar-Agar beeinträchtigen.

  • 34. Was tun gegen lästige kleine Fruchtfliegen?

    Möglichst kein Obst offen liegen lassen, entweder im Kühlschrank aufbewahren oder ein spezielles, sehr feines Fliegengitter über die Früchte legen. Bereits vorhandene Fruchtfliegen beseitigt man mit einer „Essigfalle“. Dazu eine Schale mit Wasser, Essig und einigen Tropfen Spülmittel füllen. Der Essig zieht die Insekten an, das Spülmittel verringert die Oberflächenspannung und die Fliegen ertrinken. Statt Essig funktioniert auch Apfelsaft. Fruchtfliegen saugen gerne an süssen oder überreifen Früchten. Dabei gehen Hefepilze und Bakterien ins Fruchtfleisch über. Diese Keime sind aber für den Menschen nicht gesundheitsschädlich, da eine Übertragung von Krankheiten höchst unwahrscheinlich ist. Sie lassen aber das Obst schneller faulen. Bei sommerlichen Temperaturen vermehren sich Fruchtfliegen rasch. Süss-saure oder sehr reife Früchte, Fruchtsäfte, Essig und Wein ziehen die Insekten an. 

  • 35. Unterschied zwischen Fruchtsaft, Fruchtnektar und Fruchtsaftgetränk?

    Sie unterscheiden sich im Fruchtanteil und Zuckergehalt. Den höchsten Fruchtanteil besitzen Fruchtsäfte, denn sie sind zu 100 Prozent reine, unverdünnte Säfte aus frischen oder tiefgekühlten Früchten. Es gibt Direktsäfte oder Säfte aus Konzentrat, die mit Trinkwasser verdünnt sind. Grundsätzlich dürfen Fruchtsäfte keinen Zucker enthalten, ausser dies ist deutlich auf der Etikette vermerkt, wie z.B. bei sauren Fruchtsäften wie Grapefruitsaft. Fruchtnektar hingegen ist ein mit Trinkwasser verdünntes und gezuckertes Gemisch aus Fruchtsaft bzw. Fruchtmark. Je nach verwendeter Fruchtsorte müssen mindestens 25 bis 50 Prozent Fruchtanteil enthalten sein. Bei Fruchtsaftgetränken ist der Fruchtanteil noch geringer. Dafür verdünnt man Fruchtsaft oder Fruchtsirup mit Trinkwasser oder natürlichem Mineralwasser und gibt Zucker dazu. Teilweise sind Zusatzstoffe wie Aromastoffe und Essenzen beigemischt. Deshalb immer die Zusammensetzung auf der Verpackung lesen. 

  • 36. Warum sollte man nicht zu viele gehärtete Fette aufnehmen?

    Gehärtete Fette enthalten so genannte trans-Fettsäuren. Diese haben eine ungünstige Wirkung auf die Blutfettwerte. Sie senken das „gute“ Cholesterin und erhöhen gleichzeitig das „schlechte“ Cholesterin. Wer sehr viele trans-Fettsäuren aufnimmt, hat ein erhöhtes Risiko für Arteriosklerose. Die Lebensmittelindustrie behilft sich der chemischen Fetthärtung, um ein flüssiges Öl fest und streichfähig zu machen. Dabei entstehen als unerwünschtes Nebenprodukt trans-Fettsäuren. Auch während des Raffinationsprozesses bei der Herstellung von Speiseöl bilden sie sich. Frittierfette z.B. macht man auf diese Weise hitzestabiler. Gehärtete Fette und Frittieröle kommen in zahlreichen Produkten zum Einsatz. Deshalb finden sich in fettreichen Snacks, Pommes Frites, Chips, Gebäck, Süsswaren oft viele ungesunde trans-Fettsäuren. Abpackprodukte, die laut Zutatenliste gehärtete oder teilweise gehärtete Fette enthalten, sollte man auf ein Minimum beschränken.

  • 37. Keramikgeschirr aus Ferienländern – gesundheitsschädlich?

    Ja, vor allem Keramikgeschirr aus dem Mittelmeerraum sowie Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika können zu viel Blei, Cadmium oder andere Schwermetalle enthalten. Besonders kritisch wird es, wenn Flüssigkeiten mit hohem Säuregehalt wie z.B. Fruchtsäfte, Salatsaucen und Wein, diese giftigen Metalle aus der Glasur herauslösen. Eine hohe Bleibelastung schädigt das Nervensystem, zu viel Cadmium greift Leber und Nieren an. In geringen Mengen können Schwermetalle verschiedene Vergiftungssymptome wie Bauchkoliken, Erbrechen, Durchfall, aber auch Verstopfung sowie Müdigkeit und Appetitlosigkeit verursachen. Es empfiehlt sich, selbst gekauftes Keramikgeschirr aus Ferienländern nicht als Ess- oder Trinkgefässe, sondern nur zur Dekoration zu verwenden. In der Schweiz gekaufte Keramik ist überwiegend sicher, da der Handel sie untersucht und Kantonslabors sie regelmässig kontrollieren.

  • 38. Weshalb werden Trockenfrüchte geschwefelt?

    Durch die Behandlung mit Schwefeldioxid behalten Trockenfrüchte ihre natürliche Farbe. Das Schwefeln verhindert nicht nur die Bräunung, sondern schützt auch vor Schädlingsbefall während der Lagerung. Schwefeldioxid wirkt nämlich konservierend und hemmt das Wachstum von Schimmelpilzen, Hefen und Bakterien. Auf der Packung von geschwefelten Trockenfrüchten ist Schwefeldioxid als Konservierungsstoff E220 aufgeführt. Bei empfindlichen Menschen können Schwefelverbindungen jedoch Kopfschmerzen, Asthmaanfällen, Übelkeit oder Durchfall verursachen. Geschwefelte Trockenfrüchte erkennt man leicht an ihrer hellen Farbe. Geschwefelte Dörraprikosen sind z.B. orange, ungeschwefelte Aprikosen dagegen braun. Es empfiehlt sich deshalb, möglichst ungeschwefelte Trockenfrüchte zu verwenden, vorzugsweise aus Bio-Qualität wie sie im Reformfachhandel angeboten werden.

  • 39. Was ist parboiled Reis?

    Beim Parboiled-Verfahren behandelt man den Reis vor dem Schälen mit Dampf, Druck und Hitze. Die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe in den Randschichten bzw. im so genannten Silberhäutchen werden ins Korninnere gepresst und anschliessend mit Heissdampf versiegelt. Erst danach entfernt man die Schale und das Häutchen. Auf diese Weise behält parboiled Reis grösstenteils seine Nährstoffe, wie z.B. B-Vitamine, Eisen, Magnesium. Noch gesünder ist jedoch Vollkornreis, der sämtliche Nährstoffe und auch wichtige Ballaststoffe besitzt. Parboiled Reis hat dafür eine kürzere Kochzeit. 

  • 40. Machen Bananen glücklich?

    Ja, Bananen sind kohlenhydratreich. Beim Abbau von Kohlenhydraten schüttet der Körper vermehrt Serotonin aus. Dieser Botenstoff bezeichnet man als körpereigenes Glückshormon. Es hebt die Stimmung und macht gute Laune. Ein Serotoninmangel wirkt sich direkt auf die Psyche aus: Wir sind schlecht gelaunt, fühlen uns müde, deprimiert und haben häufig ein grosses Verlangen nach Süssem. Nicht nur Bananen, auch Schokolade und andere Süssigkeiten machen glücklich. Je konzentrierter die Zuckerbombe ist, desto schneller und grösser ist die Bildung von Serotonin. Doch aufgepasst, zuviel Zucker und Süsses sind bekanntlich ungesund. Die glücksbringende Wirkung lässt sich auch mit gesünderen Alternativen wie Obst, Kartoffeln, Teigwaren, Vollkornbrot oder Müesli erzielen. Neben kohlenhydratreichen Lebensmitteln steigern auch Licht und körperliche Bewegung die Serotoninwirkung im Gehirn. Kurz gesagt: Mehr Pasta, Müesli und Bananen sowie Spaziergänge bei Sonnenschein in der freien Natur sind die besten Glücksbringer und Seelentröster. 

  • 41. Was hilft gegen Blähungen nach Essen von Hülsenfrüchten?

    Vermeiden lassen sich diese „Nebenwirkungen“, indem man die Hülsenfrüchte vor dem Kochen über Nacht in Wasser einweicht, dieses dann wegschüttet und frisches Wasser zum Kochen verwendet. Ein Teil der blähenden Stoffe geht so bereits verloren. Auch langes Kochen und anschliessendes Quellenlassen macht Hülsenfrüchte bekömmlicher. Zusätzlich helfen verdauungsfördernde Gewürze und Kräuter wie Fenchel, Kümmel, Anis, Thymian oder Bohnenkraut, die man z.B. dem Gericht am Schluss beifügt. Wer ballaststoffreiche Kost nicht gewöhnt ist, isst am besten nur kleine Portionen. Sauermilchprodukte wie Joghurt wirken auf den Darm beruhigend. Linsen und Kichererbsen sind besser verträglich als grosse Bohnen. Verantwortlich für die unangenehmen Gärgase im Darm sind verschiedene schwer verdauliche und unverdauliche Kohlenhydrate. Spezielle Darmbakterien bauen diese ab und bilden dabei Darmgase.

  • 42. Was sind High Oleic Öle?

    Das sind kaltgepresste, nicht raffinierte Bratöle. Einige Kaltpressöle wie Sonnenblumen- und Distelöl lassen sich aufgrund des hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht hoch erhitzen. Diese Öle beginnen beim Braten schnell zu rauchen. Dabei entstehen gesundheitsschädliche Stoffe. Durch spezielle Züchtung der Ölsaaten (Sonnenblumenkerne, Distel, auch Raps) wird der Anteil der Ölsäure jedoch erhöht, was den Rauchpunkt stark ansteigen lässt. Zusätzliche Wasserdampfbehandlung macht die fettspaltenden Enzyme inaktiv. Deshalb kann man solche High Oleic Öle zum Braten verwenden. Sie sind bis 210°C hitzebeständig.

  • 43. Wie erkennt man, ob ein Ei frisch ist?

    Die Frische erkennt man am besten, wenn man das Ei aufschlägt. Bei frischen Eiern lassen sich Eigelb und Eiweiss nur schwer voneinander trennen, sie sind relativ fest zusammen verbunden. Das Eiweiss ist dickflüssig und das Eigelb besitzt eine glänzende, gewölbte Oberfläche. Ältere Eier zerfliessen beim Aufschlagen. Das Eiweiss wird mit dem Alter dünnflüssig, der Eidotter hingegen matter und flacher. Die Frischequalität lässt sich auch durch die Messung der Luftkammerhöhe bestimmen. Diese nimmt mit zunehmendem Alter zu, da der flüssige Ei-Inhalt durch die poröse Schale verdunstet. Je grösser die Luftkammer, desto älter ist das Ei. Allerdings ist diese Methode im Küchenalltag kaum anwendbar.

  • 44. Gibt es spezielle Ernährungstipps für die Wechseljahre?

    Ja, Frauen in den Wechseljahren sollten sich möglichst ausgewogen und vollwertig ernähren. Da der Körper weniger Östrogene produziert, welche das Herz schützen, steigt auch das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen. Die Mittelmeerküche mit reichlich Obst, Gemüse und Salate, hochwertigen Pflanzenölen wie Oliven- und Rapsöl, Fisch, dafür weniger Fleisch sowie Wurstwaren bietet deshalb einen wichtigen Schutz. Um Knochenschwund (Osteoporose) vorzubeugen, sollte man täglich ausreichend kalziumreiche Milchprodukte essen und gleichzeitig regelmässig Sport treiben. Zurückhaltung bei Alkohol und Nikotin hilft ebenfalls, nicht zuviel Knochenmasse abzubauen. Hilfreich sind pflanzlichen Phytoöstrogene, weil sie eine ähnliche Wirkung wie die körpereigenen Östrogene besitzen. Sie kommen vor allem in Soja und Sojaprodukten wie Tofu vor. Mit der Menopause verlangsamt sich der Stoffwechsel und der Kalorienbedarf sinkt. Um nicht unnötig an Gewicht zuzunehmen, sind kleinere Portionen, aber auch viel Bewegung ratsam. 

  • 45. Was ist der Unterschied zwischen Bratbutter und „Ghee“?

    Beides sind geklärte Butter, d.h. die Butter wird erhitzt und von Eiweiss und Wasser getrennt. Somit handelt es sich um reines Butterfett. Während Bratbutter industriell durch Zentrifugation hergestellt wird, lässt man „Ghee“ über längere Zeit köcheln, bis das ganze Wasser verdampft ist. Durch dieses traditionelle Verfahren erhält „Ghee“ eine goldgelbe Farbe, ist klar und duftet leicht nussig. Beide Buttersorten sind länger haltbar als frische Butter, müssen nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden und eignen sich zum Braten. In der indischen und ayurvedischen Küche ist „Ghee“ sehr beliebt und wird häufig eingesetzt.

  • 46. Wirken Light-Getränke abführend?

    Ja, Light-Getränke enthalten so genannte Zuckeraustauschstoffe (Polyole). Dazu gehören z.B. Xylit, Sorbit, Mannit, Isomalt. Der Körper baut sie nur langsam ab und verdaut sie unvollständig. Dadurch binden sie im Darm mehr Wasser und können bei übermässigem Verzehr abführend wirken. Auch vermehrte Blähungen treten bei einigen Menschen verstärkt auf. Allerdings ist die Verträglichkeit von Zuckeraustauschstoffen individuell unterschiedlich. Kinder, die im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht bei regelmässigem Konsum rasch die Toleranzgrenze erreichen, sollten nicht zuviel davon trinken. Getränke, die mehr als 10 g Zuckeraustauschstoffe pro Deziliter enthalten, müssen entsprechend gekennzeichnet sein. Da Polyole keinen Einfluss auf den Insulinspiegel haben, eignen sich Light-Getränke auch für Diabetiker. Zudem verursachen sie keine Karies.

  • 47. Vollmilch oder Magermilch – was ist empfehlenswert?

    Das ist für viele eine Geschmackssache. Vollmilch enthält im Gegensatz zu entrahmten Milchsorten noch alle Inhaltsstoffe und ihren natürlichen Fettgehalt. Die fettlöslichen Vitamine wie A, D, E und K sowie andere Fettbegleitstoffe sind im Milchfett eingebunden. Dieses gibt der Milch seinen typischen Geschmack. Magermilch besitzt durch den Fettentzug weniger Vitamine und schmeckt auch weniger intensiv. Vollmilch ist deshalb mit ihrem natürlichen Fettgehalt vollwertiger als Magermilch. Neuen Erkenntnissen zufolge beeinflusst Vollmilch den Fett- und Cholesterinspiegel nicht negativ. Mit Magermilch spart man nur geringfügig Fett ein, da lohnt es sich mehr, weniger Wurstwaren, Schokolade oder Käse zu essen. Auf den Mineralstoffgehalt hat die Entfettung keinen Einfluss. Ob Vollmilch oder Magermilch, beide Milchsorten enthalten gleich viel Kalzium.

  • 48. Haben Fruchtwürfel aus dem Kühlregal noch Vitamine?

    Sicher weniger als ganze frische Früchte. Vitamin C reagiert auf Hitze, Sauerstoff und Licht empfindlich. Untersuchungen zeigen, dass vorgeschnittene Fruchtstücke im Kühlregal deutlich weniger Vitamin C besitzen. Je nach Lagerung und Zubereitung sind die Verluste sehr unterschiedlich. Auch an Aroma und Geschmack büsst fertig geschnittenes Obst viel ein. Vor allem bei exotischen Früchten beeinträchtigt die kühle Lagerung das Aroma. Ob die Früchte tatsächlich reif sind, lässt sich bei abgepackten Obstwürfeln nur schwer erkennen. Reife ist aber ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Ausgereifte, frische Früchte besitzen einen höheren Vitamingehalt und schmecken intensiver als unreifes, lang gelagertes oder vorgeschnittenes Obst. Am besten möglichst ganze Früchte kaufen und frisch geniessen. So sind der Vitamingehalt und das Geschmackserlebnis am höchsten.

  • 49. Ist Rooibos-Tee gesund?

    Ja, Rooibus-Tee (Rotbuschtee) besitzt einen hohen Gehalt an Antioxidantien. Diese schützen unsere Körperzellen vor freien schädlichen Radikalen, welche bei natürlichen Oxidationsprozessen im Stoffwechsel entstehen. Rooibus ist aber auch reich an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen wie Kalium, Eisen, Vitamin C. Bei Koliken und Verdauungsbeschwerden hilft eine Tasse Rooibus-Tee, denn die darin enthaltenen Flavonoide wirken krampflösend und darmberuhigend. Laut Studien soll Rooibus-Tee die Cholesterin- und Blutdruckwerte positiv beeinflussen. Anders als Grüntee und Schwarztee ist Rooibus auch bei regelmässigem Konsum gut verträglich, denn er enthält kein Koffein und kaum Gerbstoffe. Sein Geschmack ist mild und süss-fruchtig, weshalb auch Kinder Rooisbus-Tee gerne trinken.

  • 50. Olivenöl zum Backen statt Butter – geht das?

    Ja, man kann Olivenöl für verschiedene Backwaren wie Pizza, Brot, Kuchen und süsses Gebäck verwenden. Für Veganer ist dies eine interessante Alternative. Am besten eignet sich ein mildes Olivenöl, das nicht zu herb schmeckt. Das im Olivenöl enthaltene Vitamin E macht den Teig sogar luftiger und geschmeidiger. Dank des hohen Gehalts an Ölsäure ist Olivenöl hitzestabil. So können keine schädlichen Stoffe bei hohen Backtemperaturen entstehen. Olivenöl hat gegenüber Butter den Vorteil, dass es cholesterinfrei ist, wertvolle Fettsäuren enthält und sehr bekömmlich ist. Als Faustregel gilt, etwa einen Fünftel weniger Olivenöl als die angegebene Menge an Butter in einem Backrezept zu verwenden. Je nach Rezept muss man das Verhältnis noch leicht anpassen. Die Backzeiten bleiben unverändert.

  • 51. Schimmel an Lebensmitteln grosszügig wegschneiden?

    Verschimmelte Lebensmittel sollte man grundsätzlich wegwerfen. Denn Schimmelpilze breiten sich nicht nur über die Oberfläche aus, sondern können auch ein Fadengeflecht bilden, das weit in das Lebensmittel hineinwächst. Dieses ist aber nicht sichtbar. Je feuchter ein Lebensmittel, desto schneller entwickeln und verbreiten sich die Schimmelfäden, z.B. bei Konfitüren. Viele Schimmelarten bilden giftige Mykotoxine wie das krebserregende Aflatoxin. Auch im Kühlschrank gelagerte Produkte können verderben. Verschimmelte Lebensmittel muss man unbedingt entsorgen, grosszügiges Wegschneiden hilft nicht, da sich die giftigen Stoffwechselprodukte auch im Innern des Nahrungsmittel oder der Produkte ausbreiten.

  • 52. Was genau ist Seitan?

    Seitan, auch „Weizenfleisch“ genannt, ist ein Fleischersatzprodukt. Es besteht aus reinem Weizeneiweiss (Gluten), weshalb es bei einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) nicht geeignet ist. Für die traditionelle Herstellung wäscht man Weizenmehl so lange aus, bis die Stärke vollständig entzogen ist und das klebrige Weizeneiweiss übrig bleibt. Danach wird diese Eiweissmasse in Sojasauce gekocht, was ihr einen würzigen Geschmack verleiht. Schliesslich entsteht eine homogene Masse von fleischähnlicher Konsistenz. Ob Schnitzel, Würste, Burger oder Hackfleisch - Vegetarier können heute auf ein vielfältiges Seitanangebot zurückgreifen. Dieses Fleischimitat ist jedoch kein vollwertiges Produkt, denn es besteht nur noch aus Weizeneiweiss. In „billig produziertem“ Seitan finden sich zudem Geschmackverstärker, Verdickungsmittel, Konservierungsstoffe und andere Zusatzstoffe. Seitan sollte man deshalb eher ausnahmsweise verwenden.

  • 53. Ist Bubble Tea für Kinder geeignet?

    Nein, Kinder, insbesondere Kleinkinder können sich an den beigemischten Kügelchen (Bubbles) verschlucken. Bubble Tea besteht aus kaltem Schwarz- oder Grüntee, der wahlweise mit Fruchtsirup und teilweise Milch vermischt wird. Speziell ist der Zusatz von so genannten Bubbles. Diese Kügelchen oder Perlen enthalten entweder Speisestärke oder sie sind mit gezuckertem Fruchtsirup gefüllt, die beim Zerbeissen platzen. Problematisch ist der hohe Zuckergehalt, aber auch die künstlichen Farbstoffe der bunten Kügelchen. Ein üblicher 3 dl Becher kann bis zu 600 Kalorien enthalten. Bubble Tea ist deshalb für Kinder nicht empfehlenswert.

  • 54. Was ist Low-Carb Ernährung?

    Darunter versteht man eine Ernährungsform mit wenig Kohlenhydraten (engl. „carbohydrates“), d.h. der Gesamtanteil der Kohlenhydrate sollte gering sein und bei 20 bis max. 35% liegen. Die Mahlzeiten bestehen vorwiegend aus Gemüse, Obst, Milch/produkten, Fisch und Fleisch. Weissmehl- und zuckerreiche Lebensmittel wie Weissbrot, Teigwaren, geschälter polierter Reis, Süssigkeiten sind durch gut sättigende, ballaststoffreiche Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte zu ersetzen. Gleichzeitig ist auf eine ausreichende Eiweiss- und Fettzufuhr zu achten. Die Low-Carb-Ernährung gewährleistet eine ausgewogene Nährstoffbilanz und hilft bei einer gewünschten Gewichtsreduktion.

  • 55. Was bedeutet Metabolisches Syndrom?

    Von einem Metabolischen Syndrom spricht man, wenn Übergewicht, Diabetes Typ 2, erhöhte Blutfett- und Blutdruckwerte vorliegen. Alle diese Faktoren zusammen führen zu einem stark erhöhten Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen, schlimmstenfalls zu Herzinfarkt und Schlaganfällen. Deshalb wird das Metabolische Syndrom auch als „tödliches Quartett“ bezeichnet. Für die Behandlung müssen die Lebensgewohnheiten geändert und insbesondere zuviel Körpergewicht reduziert werden, einerseits mit einer gesunden und kohlenhydratreduzierten Ernährung und andererseits mit regelmässiger sportlicher Aktivität. Je nach Schweregrad sind zusätzliche Medikamente auf ärztlicher Empfehlung nötig, um erhöhten Blutdruck und Blutzucker zu senken.

  • 56. Was genau ist Surimi?

    Surimi besteht aus Fischmasse und Fischmuskeleiweiss aus meist unverkäuflichen Fischarten, die zu fingergrossen Röllchen verarbeitet und gepresst werden. Als Krebsfleischimitat findet sich Surimi z.B. in Sushiprodukten. Hersteller preisen Surimi aber auch als gesunden, fettarmen Fischsnack an. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass diese Imitate oft nur aus einem Drittel Fisch bestehen, der Rest sind Wasser, Rapsöl, Stärke, Eiweiss, Zucker, Salz und Farb- und Konservierungsstoffe. Aufgrund des zugefügten Pflanzenöls und der Stärke enthalten Surimiprodukte mehr Fett und Kohlenhydrate als reiner Fisch oder Krustentiere. Zudem sind diese Ersatzprodukte im Vergleich zu frischem oder tiefgekühltem Fisch auch teurer.

  • 57. Sind Pestizidrückstände auf Obst abwaschbar?

    Ja, aber nur teilweise. Einige Pflanzenschutzmittel lassen sich durch gründliches Waschen und Abtrocknen von den Früchten entfernen. Die meisten Pestizide sind aber im Wasseranteil der Frucht gelöst und sind deshalb in der ganzen Frucht in gleicher Konzentration vorhanden. Da nützt auch Waschen nicht viel. Im Winter sind die Pestizidrückstände von europäischer Importware meist deutlich höher als einheimisch produziertes Saisonobst. Trauben sind besonders stark mit chemischen Spritzmitteln belastet. Grundsätzlich sind biologisch angebaute Früchte empfehlenswert, denn im kontrollierten Bioanbau kommen keine chemisch, synthetischen Spritzmittel wie Pestizide zur Anwendung.

  • 58. Plastikverpackung bei Käse schädlich?

    Je nach Plastikverpackung können laut Laboruntersuchungen Weichmacher oder Kohlenwasserstoffverbindungen in das Lebensmittel übergehen. Das passiert vor allem bei stark fetthaltigen Produkten wie Käse. Wie viel von diesen Stoffen in den Käse übergehen, hängt von Fläche, Temperatur und Dauer des Kontakts ab. Bestimmte Weichmacher wie Phthalate sind problematisch, da sie im Tierversuch Krebs erzeugten und die Fruchtbarkeit beeinträchtigten. Wie gesundheitsschädlich Kohlenwasserstoffe sind, ist noch nicht vollständig geklärt. Deshalb nach dem Kauf den Käse aus der Plastikverpackung nehmen und in spezielles Käsepapier einwickeln. Dieses hat innen eine Klarsichtfolie und aussen eine Papierschicht, so dass der Käse „atmen“ kann.

  • 59. Sind schwarze Oliven gesünder als grüne?

    Ja, schwarze Oliven sind gehaltvoller, denn sie enthalten mehr wertvolle einfach ungesättigte Fettsäuren. Diese besitzen viele gesundheitsfördernde Eigenschaften und beugen Herz- und Kreislauferkrankungen vor. Zu Beginn der Reifezeit sind alle Oliven an den Bäumen grün. Sie sind noch unreif, schmecken sehr intensiv und leicht bitter. Indem man sie in eine Salzlake eingelegt, gehen die bitteren Gerbstoffe verloren und die grünen Oliven sind essbar. Lässt man sie am Baum jedoch länger reifen, verändern sich zunehmend Geschmack, Farbe und Konsistenz. Die Oliven werden zuerst lila-violett, dann schwarz, sie verlieren Wasser und schrumpeln. Ihr Fruchtfleisch wird weicher und das Aroma milder. Allerdings können Nährstoff- und Fettgehalt je nach Sorte, Klima und Bodenbeschaffenheit variieren. Ob grüne oder schwarze Oliven, das ist vor allem eine Geschmackssache. Sie enthalten beide gesunde Fette. Achten Sie jedoch beim Kauf von schwarzen Oliven, dass sie nicht mit Zugabe von Eisensalzen künstlich eingefärbt wurden.

     

  • 60. Sind rohe Holunderbeeren giftig?

    Ja, die rohen Holunderbeeren enthalten Sambunigrin. Dieser Stoff ist giftig und kann Magen- und Darmbeschwerden auslösen. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Beeren grün, also noch unreif oder schon schwarz und ausgreift sind. Bei Kindern können bereits wenige Früchte zu heftigem Erbrechen führen. Sambunigrin ist überwiegend in den Kernen – weniger im Fruchtfleisch enthalten. Beim Kochen wird der Giftstoff jedoch zerstört. Trotzdem sollte man die schwarzen Holunderbeeren nicht zu Konfitüren verarbeiten. Besser ist es, die Beeren aufzukochen, zu entsaften und daraus eine Gelée zubereiten. Diese Zubereitung ist unbedenklich.

  • 61. Carob – ein gesunder Kakaoersatz?

    Ja, Carob (Johannisbrot) enthält deutlich weniger Fett und mehr Kalzium. Im Gegensatz zu Kakao besitzt Carob keine aufputschenden Inhaltsstoffe wie das koffeinähnliche Theobromin. Der süsse Geschmack stammt vom hohen Anteil der Kohlenhydrate. Trotzdem schmeckt das Carobpulver deutlich anders als Kakao. Carob gewinnt man aus den Schotenfrüchten des immergrünen Johannisbrotbaums. Dabei vermahlt man das Fruchtfleisch der getrockneten Schoten und erhält so das braune Pulver. Dieses Pulver ist nicht zu verwechseln mit dem Johannisbrotkernmehl, bei dem man die im Fruchtfleisch enthaltenen reifen Kerne vermahlt. Dieses Mehl ist ein beliebtes natürliches Verdickungsmittel mit vielen Ballaststoffen. Carobpulver kann man als fettarmen Ersatz für Kakaopulver für Getränke, Kuchen und Gebäck verwenden. Dank des süssen Eigenaromas braucht es weniger Süssmittel in den Rezepten. Im Reformfachhandel finden sich neben Carobpulver auch verschiedene Carobprodukte wie Brotaufstriche, Riegel oder Gebäck.

  • 62. Wie lange darf man selbst zubereitetes Tiramisu aufbewahren?

    Grundsätzlich sollte man frisch zubereitetes Tiramisu am gleichen oder spätestens am nächsten Tag essen. Da man für dieses traditionelle italienische Dessert rohe Eier verwendet, sollte man bereits beim Kauf auf sehr frische Eier achten. Bewahren Sie das Tiramisu immer gut zugedeckt im Kühlschrank bei unter 7°C auf. Aus rohen Eiern hergestellte Speisen bergen besonders an warmen Tagen das Risiko für eine Salmonellenerkrankung. Stellen Sie allfällige Tiramisu-Resten sofort wieder in den Kühlschrank. Sie können dieses Dessert auch portionenweise tiefkühlen und bei Bedarf nur die benötigte Portion im Kühlschrank vor dem Verzehr auftauen lassen. Es gibt auch Tiramisu-Rezepte ohne Eier.

  • 63. Kleinkind isst kein Fleisch - droht ein Nährstoffmangel?

    Nein, sofern das Kind abwechslungsreiches, gesundes Essen mit viel frischem Gemüse, Obst, Kartoffeln, Vollkornprodukten wie Brot, Reis, Teigwaren sowie Milchprodukten bekommt. Auf eine ausreichende Eisenversorgung sollte man besonders achten. Denn pflanzliches Eisen kann der Körper schlechter aufnehmen als tierisches Eisen. Eisen ist vor allem in Vollkorngetreide (Hirse), Linsen, Quinoa, Kürbiskernen, grünem Gemüse enthalten. Vitamin C hilft, Eisen besser aufzunehmen. Am besten kombiniert man immer mit Vitamin-C-reichen Früchten oder Säften, z.B. Zitronensaft statt Essig für die Salatsauce, Apfelwürfelchen unter ein Linsengericht gemischt oder frisches Fruchtkompott als Dessert nach einer Getreidespeise. Von Zeit zu Zeit sollte der Kinderarzt den Eisenstatus beim Kind abklären.

  • 64. Farbige Papierserviette färbt aufs Essen ab: Ist das schädlich?

    Ja, in farbigen Papierservietten finden sich Farbpigmente, darunter so genannte primäre aromatische Amine. Einige davon stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Dazu zählen die gelben, orangen und roten Farben. Als Verpackungsmaterial von Esswaren sind farbige Papierservietten grundsätzlich ungeeignet. Es lässt sich nicht ausschliessen, dass diese problematischen Stoffe aus den Papierservietten auf das darin eingewickelte Essen abfärben und so in das Lebensmittel übergehen. Um jedes Risiko zu vermeiden, sollte man z.B. Sandwiches in Klarsichtfolie oder noch besser in Mehrwegboxen verpacken.

  • 65. Grillspass ohne Fleisch? Worauf muss ich beim Grillieren von Gemüse achten?

    Kartoffeln und viele Gemüsesorten wie Tomaten, Peperoni, Zucchini, Maiskolben, grosse Champignons oder Fenchel eignen sich hervorragend als vegetarische Alternativen fürs Barbecue. Das Gemüse kann man ganz oder in Stücke geschnitten, aufgespiesst und mit Kräutermarinade zubereiten. Die Marinade erst kurz vor Ende der Grillzeit auftragen. Wie beim Fleisch gilt auch hier: Je mehr Kräuter oder Zucker die Marinade enthält, desto schneller verbrennt sie auf dem Grill. Gemüse mit langen Garzeiten, z.B. Karotten, Kohlrabi, am besten kurz vorkochen. Wichtig: Damit Gemüse auf dem Grill nicht austrocknet, wickelt man es in Alufolie ein – genauso wie die beliebten Folienkartoffeln. So gart das Gemüse schonend und behält seinen Geschmack.

  • 66. Sind Dörrfrüchte ebenso gesund wie frische Früchte?

    Ja, Dörrfrüchte besitzen viele Mineralstoffe, so zum Beispiel Kalium. Auch verdauungsfördernde Ballaststoffe sind im Trockenobst reichlich vorhanden. Allerdings ist der Gehalt an Vitaminen geringer, denn beim Dörren werden hitzeempfindliche Vitamine zum Teil zerstört. Durch den Wasserverlust ist der natürliche Gehalt an Trauben- und Fruchtzucker in Dörrfrüchten viel konzentrierter als in frischen Früchten. Deshalb entsprechen 20 bis 30 Gramm Trockenfrüchten einer Portion Frischobst von rund 120 Gramm. Konkret sind dies z.B. zwei Dörrfeigen oder drei Datteln. Aber aufgepasst: Dörrfrüchte kleben an den Zähnen und können Karies begünstigen.

  • 67. Sind grüne Mandarinen unreif, aber trotzdem geniessbar?

    Die Farbe der Schale sagt nichts über den Reifegrad aus. Mandarinen, aber auch Clementinen, Orangen und Zitronen können grüne Flecken aufweisen und trotzdem ausgereift sein. Das natürliche Chlorophyll in der Schale ist für die Grünfärbung verantwortlich. Dieses baut sich vor der Ernte ab, wenn die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht gross sind. Sind sie gering, reifen die Früchte trotzdem nach, bleiben aber grün oder grünfleckig. Bei nächtlichen Temperaturen kurz vor dem Gefrierpunkt werden Mandarinen leuchtend orange. Dies erreicht man heute auch in speziellen warmen Reifekammern.

  • 68. Darf man gekochte Reisreste aufwärmen?

    Nein besser nicht. Im rohen Reis können Spuren des hitzeresistenten Bakteriums bacillus cereus enthalten sein. Bewahrt man gekochte Reisgerichte bei Zimmertemperatur auf, vermehren sich die Bakterien sehr schnell und können Giftstoffe entwickeln, die Erbrechen, Übelkeit und Durchfall verursachen. Deshalb sollte man nur soviel kochen, wie man essen kann. Andernfalls gekochte Reisreste nach dem Essen sofort kühl stellen und möglichst am nächsten Tag essen. Dabei den Reis gut erhitzen und nicht mehrmals aufwärmen.

  • 69. Was ist der Unterschied zwischen Quark und Blanc battu?

    Beide Milchprodukte sehen gleich aus und schmecken ähnlich, denn sie werden fast identisch hergestellt. Durch Zugabe von Milchsäurebakterien und Lab lässt man pasteurisierte Magermilch gerinnen. So entsteht ein sehr milder, neutral schmeckender weisser Frischkäse. Im Gegensatz zum Quark wird beim Blanc battu die Molke nach dem Gerinnen nicht vom Eiweiss getrennt, sondern zu einer sämigen Masse aufgerührt. Dadurch ist Blanc battu in der Konsistenz etwas flüssiger als Quark. Beide Milchprodukte eignen sich nicht zum Kochen, lassen sich aber ausgezeichnet für Dips, als Brotaufstrich, ins Müesli oder für Dessertcremen verwenden.